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“Wir sind gerne bereit, über die Aktivitäten der bulgarischen und der deutschen Wirtschaft zu berichten”

www.wirtschaftsblatt-bg.com
Sofia, Januar 2004
Nr. 1


Simeon Vassilev, Direktor der Direktion “Nachrichten und aktuelle Sendungen” beim Bulgarischen Nationalen Fernsehen (BNT):
“Wir sind gerne bereit, ?ber die Aktivit?ten der bulgarischen und der deutschen Wirtschaft zu berichten”
Der Autor des Buches “Die globalisierte Absurdit?t”: Eine der gr??ten Herausforderungen vor Bulgarien ist die Schaffung von wirtschaftlicher Stabilit?t f?r die Firmen
Simeon Vassilev wurde am 27. Dezember 1961 geboren. Er hat das Deutsche Gymnasium in Haskovo und die Sofioter Universit?t, Fachrichtung Bulgaristik, absolviert. Sp?ter spezialisierte Vassilev Germanistik an der Martin-Luther-Universit?t in Deutschland und Journalistik an der Universit?t in Cardiff, Wales.
Vassilev hat als politischer Kommentator, stellvertretender Direktor der Direktion “Nachrichten” und Programmdirektor im Bulgarischen Nationalen Fernsehen (BNT) gearbeitet. Von 1996 bis 2000 war er Korrespondent des BNT in Bonn und Berlin. Im Februar 2002 ?bernahm er den Posten des Direktors der Direktion “Nachrichten und aktuelle Sendungen ” im BNT. Als Sonderkorrespondent des BNT hat Vassilev ?ber die wichtigsten Gipfeltreffen der EU, Nato, UNO, OSZE u. a. berichtet. Er ist dar?ber hinaus Autor der Sendung “Das Weltgambit” und einer Reihe von Dokumentarfilmen.

Wirtschaftsblatt: Herr Vassilev, vor kurzem fand der bereits traditionelle Stammtisch der deutschen Wirtschaft im Restaurant Bitburger statt. Sie waren spezieller Gast dabei. W?rden Sie bitte von Ihren Eindr?cken berichten?

Simeon Vassilev: F?r mich pers?nlich war dies eine gro?e Ehre, die mir die Vertreter aller in Bulgarien t?tigen deutschen Firmen erwiesen haben. Ich freue mich sehr, dass ich ihnen ?ber den aktuellen Zustand des Bulgarischen Nationalen Fernsehen und seinen besonderen Platz unter allen Medien in Bulgarien und ?ber mich selbst als Journalist und langj?hriger Korrespondent in Bonn und Berlin erz?hlen konnte. Ich freue mich auch dar?ber, dass die Chemie zwischen uns gestimmt hatte. Ich m?chte auch besonders betonen, dass dieses Treffen mir besondere Freude gebracht hat, da auch meine Karriere als Journalist im Zeichen der deutsch-bulgarischen Beziehungen verlaufen ist.

Wb: Wie k?nnten Ihrer Meinung nach die Aktivit?ten der deutschen Wirtschaft in Bulgarien in den Medien noch aktiver pr?sentiert werden?

Simeon Vassilev: Die Journalisten des Bulgarischen Nationalen Fernsehens und besonders jene, die in der von mir geleiteten Direktion “Nachrichten und aktuelle Sendungen” t?tig sind, berichten ausf?hrlich ?ber die Aktivit?ten sowohl der bulgarischen als auch der deutschen Wirtschaft. Denn eine der gr??ten Herausforderungen und eines der akutesten Probleme Bulgariens ist unserer Meinung nach die Schaffung von wirtschaftlicher Stabilit?t f?r die bulgarischen und f?r alle anderen Firmen, die hier investieren. Deshalb habe ich es mir bei dieser Begegnung mit den Vertretern der deutschen Wirtschaft erlaubt, ihnen auch ?ber unsere Wochensendung “Die Woche” zu erz?hlen, die eine wirtschaftliche Orientierung hat, und auch dar?ber, wieviel Zeit wir in den Nachrichtensendungen den Ereignissen, die mit der Wirtschaft verbunden sind, widmen. Wir sind uns im Klaren, dass die deutsche Wirtschaft einen festen Boden unter den F??en hat. Nicht zuletzt weil die deutsch-bulgarischen Beziehungen traditionsm??ig gut sind und weiter entwickelt werden sollen. Als ein s?dosteurop?isches Land mit guten historischen Beziehungen zu Deutschland ist es ein vorrangiges Ziel f?r Bulgarien, f?r die bulgarische Diplomatie und f?r die bulgarischen Firmen, den ma?geblichen Faktoren der deutschen Wirtschaft die geb?hrende Beachtung zu schenken.

Wb: Sie sind der Autor des Buches “Die globalisierte Absurdit?t”. Was wollten Sie mit diesem Werk zum Ausdruck bringen?

Simeon Vassilev: Dieses Buch ist eigentlich das zweite Buch von mir nach dem “Weltgambit”. Es ist ein Buchtyp, der nach dem Modell vieler Journalistenb?cher in Deutschland verfasst wurde. Dieses Werk ist bestrebt, eine wenn auch bescheidene Beschreibung der Welt zu geben, und das in einem der d?stersten Augenblicke am Anfang des 21. Jahrhunderts. Das Buch, das den Namen “Die globalisierte Absurdit?t” tr?gt, besch?ftigt sich de facto mit der ganzen Problematik der internationalen Politik seit dem 11. September, der mir zufolge die Parameter der internationalen Politik total ver?ndert hat, bis hin zum Vorabend des Irak-Krieges. Nach meiner Meinung ist der Vorabend eines jeden Krieges einer der interessantesten Momente in der Geschichte der Menschheitt ?berhaupt. Es wird erz?hlt von diesem tiefen geopolitischen Riss, der sich zwischen den USA und einigen ihrer europ?ischen Verb?ndeten aufgetan hat. ?berhaupt werden im Buch solche neuen Begriffe vom Anfang des 21. Jh. er?rtert, wie der Friedenskrieg, der Kriegsfrieden oder der humanit?re Krieg. Ich bem?he mich als Journalist, eine Erkl?rung f?r all diese Erscheinungen zu finden. Das Buch ist eigentlich eine Fortsetzung meines ersten Buches, das sich zum Thema die Ereignisse von 1994 bis zum 11. September 2001 gestellt hat und das auch ins Deutsche ?bersetzt worden ist. Und letzten Endes reizt mich immer noch eine Frage: Wieso gibt es soviel Information, und wieso wissen wir trotzdem so wenig. Und es ist nur eine Frage der Zeit, wann ein drittes Buch dieser Reihenfolge erscheinen wird.

Wb: Wie ist “Die globalisierte Absurdit?t“ von den Lesern aufgenommen worden?
Simeon Vassilev: Das Buch hat eine gute Aufnahme gefunden. Es erschien w?hrend des Krieges und erregte gro?es Interesse sowohl bei Studenten und in den akademischen Kreisen als auch unter Diplomaten. Ein Beweis daf?r ist auch die Tatsache, dass das Buch eine zweite Auflage erfahren hat. Das sollte auch hei?en, dass das Interesse f?r die Problematik gro? ist und dass ich meine Aufgabe als Journalist erledigt habe.

Wb: Herr Vassilev, wir danken Ihnen f?r das Gespr?ch.






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